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Framing

Framing
Bild von der wundervollen Gertrud Guyer-Wirsch auf dem Schlossberg Thun (Juni 2025)

Manche Worte sind in Englisch einfach „gäbiger“ wie wir auf Schweizerdeutsch sagen. Framing ist so eines. Keine Ahnung, wie ich dies sinnvollerweise in Deutsch ausdrücken würde. Drum mache ich das nicht und erzähle stattdessen von meinem Aha-Erlebnis.

Ich kann meine eigene Situation so ‚framen‘: ich bin verlassen worden, ich bin nicht genug, ich bin alleine, ich bin hilflos, ich werde alt und kriege Falten.

Doch heute habe ich einer Arbeitskollegin am Telefon gesagt: „Nein, ich gehe nicht als Familie in die Ferien. Ich gehe alleine mit meinen drei Teenagern“. Das hat mich in dem Moment, in dem ich es so gesagt habe empowered (ja ich weiss, schon wieder ein englisches Wort). Gar nicht nach arm und alleine und verlassen, sondern: ich ermögliche meinen drei Teenagern eine coole Reise, ich bin aufgeregt und freue mich!

Und morgen, morgen fühle ich mich dann wieder alleine, verlassen und traurig - bring it on.